Badezimmerplanung - Schritt für Schritt
Wenn Sie ungefähr wissen, worauf es bei Ihrem persönlichen Traumbad ankommt, können Sie mit der genauen Planung beginnen. Dazu sollten Sie eine maßstabsgetreue Grundrisszeichnung Ihres Badezimmers anfertigen. Markieren Sie auf der Zeichnung Türen, Fenster und die Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Heizung. Beachten Sie dabei, dass sich die Türen im Bad meist nach Innen öffnen lassen und deshalb ein Öffnungswinkel von 90 bis 110 Grad mit einkalkuliert werden muss. Wenn Sie die Möbel und Einrichtungsgegenstände einzeichnen ist es wichtig, dass genügend Bewegungsraum bleibt, deshalb sollte vor WC, Bidet oder Waschtisch 80cm Platz eingeplant werden. Dieser Freiraum muss allerdings nicht verdoppelt werden, wenn Objekte gegenüberliegend positioniert werden. Um den Installationsaufwand gering zu halten, empfiehlt es sich die Sanitärobjekte und Möbel nicht über alle Wände im Raum zu verteilen, sondern diese nur an zwei angrenzenden Wänden unterzubringen. Falls neue Rohre notwendig sind, bietet sich die Vorwandinstallation an. - Dabei müssen keine Wände aufgestemmt oder Schlitze gefräst werden und durch die neue Vorwand entstehen praktische Ablageflächen (Höhe: 80cm, 100cm oder 120cm).

Die Zeiten in denen Badezimmer generell komplett an Wand und Boden gefliest wurden sind vorbei. Bei der Planung sollten Sie lediglich für den Bereich in der Dusche und bei der Badewanne auf eine wasserdichte Lösung achten. Hinter dem WC und Waschtisch ist ein halbhoher Fliesenspiegel ausreichend.

Mit einer Fußbodenheizung können Sie den Wohnkomfort im Badezimmer auf einfache Weise steigern. Über die Möglichkeiten einer nachträglichen Installation sollten Sie sich im Vorfeld bei einem Fachmann erkundigen. Meist können Elektrofußbodenheizungen einfach vom Fliesenleger mit im Fliesenkleber verlegt werden.

Nachdem Sie nun eine genaue Vorstellung von Ihrem neuen Traumbad haben, geht es an die Kalkulation. Holen Sie sich dazu Angebote von verschiedenen Anbietern ein und vergleichen Sie die Preise. Achten Sie insbesondere bei der Sanierung/Renovierung darauf, dass auch Kosten für Abriss und Abtransport berücksichtigt werden. Bei der Kalkulation sollten Sie eine kleine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben hinzurechnen. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, können Sie bei einzelnen Maßnahmen (z.B. Fliesenlegen) viel Geld sparen. Für Installationsarbeiten im Bereich Wasser und Strom sollten Sie allerdings unbedingt einen Profi beauftragen.